Leitprojekt ULTIMOB - Ultimative Integrierte Mobilitätslösungen

Das Leitprojekt ULTIMOB wird von tbw research und netwiss geleitet und von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG und dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie im Rahmen der Förderschiene „Mobilität der Zukunft“ gefördert.

Im Rahmen des Projekts werden (1) in vier Pilotregionen bislang fehlende Mobilitätslösungen mit hohem Innovationsgehalt in einem Bottom-Up-Ansatz pilothaft umgesetzt, begleitet von einer großflächig sichtbaren Verbreitung über einen umfassenden Follower-Prozess, (2) ein praxisrelevantes Toolset zur Überwindung von Umsetzungsbarrieren im Spannungsfeld zwischen Technologie, NutzerInnenverhalten und Governance entwickelt sowie (3) ein wesentlicher Beitrag im Themenfeld "MaaS" im Sinne eines gesellschaftlichen Mehrwerts und im kontinuierlichen Austausch mit der Initiative ‚MaaS made in Austria‘ geleistet.

Die Pilotregionen

Im Rahmen des Leitprojekts wird die prototypische Integration, die Umsetzungsvorbereitung und Skalierung innovativer Personenmobilitätslösungen in Form von Pilottests und Demonstrationen stattfinden. Es sind vier zueinander heterogene Pilotregionen ausgewählt worden, um einen möglichst umfassenden Bereich an realen Verkehrs- bzw. Mobilitätsproblemen abzudecken.
 

Der TNG-Prozess

Ziel ist die Entwicklung einer Toolbox zur Bewertung von Projekten anhand der übergeordneten Kriterien Technologie, NutzerInnen und Governance unter Berücksichtigung von Barrieren, Chancen und Risiken und Erarbeitung von Kriterien und Indikatoren sowie geeigneter Methodensets.
 

MaaS-Integration

Ein vertrauensvolles, faires und technisch homogenes MaaS-Ökosystem bietet große Chancen hinsichtlich der Nutzbarmachung und Integration bestehender Mobilitätsservices, als Inkubator für neu auf den Markt kommende Mobilitätsangebote, zur Erhöhung der Awareness und Erreichung von Verhaltensänderungen auf NutzerInnenseite oder auch zur Erleichterung von Kooperationen zwischen Verkehrs- und DienstleistungsanbieterInnen.
 

Der Follower-Prozess

Ein übergeordnetes Ziel ist eine breite nationale und internationale Sichtbarkeit der Ergebnisse von ULTIMOB. Dies wird unterstützt durch die Übertragung einzelner Maßnahmen bzw. Maßnahmenbündel, von physischen Mobilitätslösungen bis hin zu MaaS-relevanten Lösungen und Basistechnologien, in die ULTIMOB-Follower-Gemeinden.
 

Tullnerfeld: E-Busse sollen Autos ablösen

Steigender Verkehr, Zersiedelung oder konsumorientierte Lebensstile verursachen immer mehr Emissionen. Im Tullnerfeld wird im Rahmen von ULTIMOB eine Mobilitätslösung für die „Letzte Meile“ entwickelt. Für PendlerInnen sollen dafür automatisierte Busse und andere innovative Mobilitätsformen als Mikro-ÖV Dienste getestet und umgesetzt werden.
 

Graz Umgebung: Wie PendlerInnen der Umstieg schmackhaft gemacht wird

Wie eine Großbaustelle für einen großangelegten Forschungsfeldversuch genutzt wird. Im Zuge des Koralmtunnelbaus wird eine Bundesstraße in Feldkirchen bei Graz für 2 Jahre gesperrt. Im Zuge des Projekts ULTIMOB werden PendlerInnen attraktive Umsteigemöglichkeiten auf den Öffentlichen Verkehr aufgezeigt und das Mobilitätsverhalten mit Vorher- und Nachher-Untersuchungen gleichzeitig erforscht.
 

Großraum Salzburg: Wie man aus Verhaltens- und Nutzungsdaten Angebote schafft!

Wie kann man den öffentlichen Verkehr bestmöglich an die Bedürfnisse und Gewohnheiten der Pendlerinnen und Pendler anpassen? Mit der punktgenauen Pendlerstromanalyse gibt es einen ganz neuen Ansatz.
 

Ötztal – innovative Verkehrslösungen für den ganzjährigen Tourismus

Wie können ländliche Tourismusdestinationen, die bisher stark auf das Auto zugeschnitten waren, den Umstieg hin zu einer umweltfreundlicheren Urlaubsregion schaffen? Mit multimodalen Knoten, intelligenten Fahrgemeinschaften und einer innovativen Gepäcklogistik kann das gelingen.
 

MaaS - Mobilität aus einer Hand!

Der zweite inhaltliche Schwerpunkt im Projekt ULTIMOB im Großraum Salzburg liegt im touristischen Verkehrsangebot im Pinzgau. Die Nutzungsdaten der 2019 eingeführten Mobilitätskarte sollen eine bessere Planung möglich machen.
 

Mobilitätskarte Pinzgau: Optimierte Planung auf Basis von Nutzungsdaten

Mobility as a Service (= MaaS) ist die Zukunft der Mobilität in Österreich. Dabei geht es um die Bündelung verschiedener Verkehrsmittel zu einem Mobilitätsangebot, wodurch Nutzer*innen und Anbieter gleichermaßen profitieren.